Wenn alles anders kommt als erwartet

Hast du schon mal etwas im Voraus geplant, aber am Schluss kam alles anders?

Oder warst du schon mal so richtig im Fluss, aber statt einem Durchbruch brach alles zusammen?

Solche Situationen kennen wir natürlich alle. Doch längst nicht alle gehen gleich damit um.
 
Wenn alles anders kommt als erwartet, gibt es zwei Möglichkeiten.

1. Du lässt dich vom Unerwarteten stoppen

2. Du betrachtest die unerwartete Veränderung als Chance
Wie flexibel und optimistisch reagierst du auf unerwartete Veränderungen?
 
Was könntest du tun, um noch flexibler und optimistischer zu reagieren?
 
Gerne gebe ich dir ein paar weitere Tipps mit auf den Weg.

Erstens sollten wir uns den Unterschied zwischen der ersten und zweiten Verhaltensweise klar machen. Wenn alles anders kommt als erwartet, scheint es plausibel, sich niedergeschlagen zu fühlen. Aber fühlen wir uns tatsächlich schlecht wegen dem unerwarteten Ausgang einer Situation oder liegt der Grund ganz woanders?

Wenn das Unerwartete von Natur aus mit einem schlechten Gefühl daherkäme, müssten wir uns zwangsweise immer schlecht fühlen, wenn etwas anders kommt als geplant. Aber gibt es nicht auch Momente, in denen wir uns über eine unverhoffte Veränderung gefreut haben?

Kommt das Unerwartete also nicht nur mit einem schlechten Gefühl, sondern auch mit einem guten Gefühl? Und wer sorgt dafür, dass wir das gute oder schlechte Gefühl abkriegen? Die unerwartete Veränderung? Der Zufall? Das Universum?

Wenn es tatsächlich so wäre, dass irgendeine Kraft ausserhalb von uns entscheidet, wie wir uns fühlen, wären wir Opfer des launischen Schicksals. Und genau hier liegen die Wurzeln für die erste Verhaltensweise.

Wir sehen uns als Opfer einer äusseren Kraft – nenne sie Gott, Liebe, Universum.

Mit anderen Worten glauben wir an ein Universum, dass es manchmal gut mit uns meint und es manchmal auf uns abgesehen hat. Wenn alles so läuft, wie wir es uns vorstellen, fühlen wir uns verstanden und getragen vom Schöpfer. Aber sobald uns das Unerwartete heimsucht, fühlen wir uns getrennt und bedroht. Vielleicht gehen wir sogar so weit, dass wir den Schöpfer verdammen oder den Sinn des Lebens in Frage stellen.

Ist es dann noch verwunderlich, dass wir uns von dem Unerwarteten stoppen lassen?

Nein ist, wie wir sehen werden, nur bedingt richtig. Wenn wir in einem von uns getrennten und parteiischen Universum leben würden, müssten schliesslich alle Menschen gleich auf unvorhersehbare Dinge reagieren. Aber tun sie das wirklich?
 
Es gibt eine weitere Möglichkeit, wie wir mit unerwarteten Ereignissen umgehen können.

Dafür müssen wir die Dinge in ihrer Wahrheit erkennen. In Wirklichkeit kommt das Unerwartete weder mit einem guten noch einem schlechten Gefühl daher. Das Unerwartete ist wie alles andere neutral.

Es wird noch besser! Es ist weder die unerwartete Veränderung noch der Zufall oder das Universum, die entscheiden, wie wir uns fühlen.

Es ist unsere Entscheidung.

Diese Entscheidung beginnt damit, dass wir uns ernsthaft die Frage stellen: “Glaube ich in einem Universum zu leben, das für oder gegen mich ist?”

Immer mehr Menschen glauben das erstere. Und das ist brilliant. Aber entscheidend ist, wie stark dieser Glaube wirklich in uns verankert ist. Die Antwort finden wir, indem wir uns bewusst werden, wo wir uns bezüglich der eingangs erwähnten Möglichkeiten befinden:

1. Du lässt dich vom Unerwarteten stoppen

2. Du betrachtest eine unerwartete Veränderung als Chance

Erst wenn wir ausnahmslos jede unerwartete Veränderung als Chance sehen und uns entsprechend verhalten, haben wir die höchste Punktzahl der zweiten Möglichkeit erreicht.

Das ist ein sehr hohes Ziel, das nur wenige Menschen erreichen. Doch zum Glück muss man die maximale Punktzahl nicht zwingend erreichen, um der Gewinner zu sein.
 
Wir gewinnen alle unser eigenes Spiel, wenn wir:

1. Die Entscheidung fällen, dass es das Leben immer gut meint mit uns

2. Die Chance in einer unerwarteten Veränderung sehen

3. Uns so verhalten, dass wir 1. und 2. zum Ausdruck bringen

 

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