So gelingt dir 2018 noch besser…

Wie kannst du deine Vorsätze für 2018 auf eine Art und Weise verfassen, dass du sie auch wirklich umsetzt? Eine wichtige Frage, die wir uns nun genauer Betrachten werden. Und zwar habe ich 5 Ideen für dich.

1. Erlaube dir zu träumen

Viele “Experten” behaupten, dass Ziele spezifisch, messbar, erreichbar, realistisch und zeitbezogen sein müssen. Für meinen Geschmack eine sehr beschränkte und vor allem wenig inspirierende Vorgehensweise. Solche Spezifikationen sind bestenfalls für Menschen gemacht, die ihre Ambitionen und Visionen begraben haben. Ich bin der Meinung, dass ein Leben ohne Träume und grosse Ziele nicht so bedeutsam ist, wie es sein könnte.

Und das bringt uns zur nächsten Sache. Weil das Formulieren von Zielen auf eine solch unattraktive Weise vermittelt wird, lassen viele Menschen lieber die Finger davon. Das ist fatal. Denn jeder Mensch braucht Ziele und vor allem einen Sinn, um das Leben zu bestreiten. Äusserst eindrücklich wird dies in Viktor Frankls Buch, Trotzdem Ja sagen zum Leben, geschildert.

Wenn dich die klassische Zielsetzung ebenfalls wenig beflügelt, dann versuche diese Alternative – aber höre auf keinen Fall auf, Ziele zu setzen! Erlaube dir zu träumen.

Schreibe deine Träume, Visionen, und Ziele auf, ohne dass du dir den Kopf darüber zerbrichst, ob sie spezifisch genug, messbar, erreichbar, realistisch und bezogen auf ein bestimmtes Datum sind. Denn was wäre aus Menschen wie Martin Luther King, Steve Jobs, Elan Musk, Walt Disney und anderen geworden, wenn sie sich von den genannten Parametern ausbremsen lassen hätten? Alle waren und sind Visionäre und erreichten ihre Ziele, weil sie sich erlaubt haben zu träumen anstatt sich zu fragen, ob und wie sie sie erreichen können.

Natürlich behaupte ich damit nicht, dass diese Persönlichkeiten nichts unternommen haben für die Realisierung ihrer Vision. Ganz im Gegenteil haben sie ihrer Aufgabe den gesamten Lebenssinn verschrieben und massive Handlungsschritte unternommen.

Wovon träumst du und welche Visionen hast du?

2. Mache dir klar, was nach Erreichen deiner Ziele passiert

Vielleicht lautet ein Aspekt deines Traumes, dass du deine ideale und vitale Figur erreichst. Nun, das ist wahrlich etwas, wofür es sich lohnt einzustehen, denn es eröffnet unzählige, neue Möglichkeiten. Das weit verbreitete Problem ist jedoch, dass sich wenige Gedanken machen über die Zeit nach dem Erreichen ihrer Ziele. Um bei der Idealfigur zu bleiben, lautet das erklärte Ziel z.B. 10kg abnehmen. Und nicht wenige erreichen das. Doch was kommt danach? Der Rückfall? Der Jojo-Effekt?

Das ist eine äusserst wichtige Frage, der eine viel zu geringe Beachtung geschenkt wird. Was ist die Lösung?

Stecke dir Ziele über dein Ziel hinaus. Was strebst du an, wenn du deine Idealfigur erreicht hast? Welche Träume hast du für die Zeit danach? Welche Herausforderung suchst du dann?

10kg abnehmen oder 10kg abnehmen, um die beste Form deines Lebens zu erreichen und ein Vorbild für deine Kinder oder Enkelkinder zu sein, sind zwei vollkommen unterschiedliche Ausrichtungen. Im ersten Fall ist es ein Endziel. Im zweiten Fall ein Etappenziel einer viel grösseren, bedeutsameren Mission. Was ist deine Mission?

Stecke dir mindestens drei weitere Ziele über dein Ziel hinaus und die Wahrscheinlichkeit, dass du dein Etappenziel erreichst, steigt drastisch.

3. Handle, handle, handle…

Ohne Handlungsschritte bewegen wir uns wie in einem Hamsterrad. Eigentlich logisch und doch vergessen viele Menschen zu handeln oder lassen sich ablenken. Als erstes gilt es zu klären, welche Schritte dich deinem Ziel näher bringen. Wenn dein Ziel das Erlernen einer Fremdsprache ist, würdest du wahrscheinlich einen Kurs erwerben oder besuchen wollen, dir eine bestimmte Anzahl an wöchentlichen Lerneinheiten vornehmen, sowie Möglichkeiten aufsuchen, um dich in der Konversation zu üben. All diese Schritte führen dich bei regelmässiger Ausübung irgendwann zu deinem Ziel.

Aber wie kannst du sicherstellen, dass du tatsächlich regelmässige Handlungsschritte vollziehst? Das magische Wort lautet Verbindlichkeit. Die erste Stufe von Verbindlichkeit erreichst du, indem du die Schritte fest im Terminkalender einplanst. Ohne eine solche Terminierung werden sich die vorgesehenen Zeitfenster automatisch mit anderen Aufgaben füllen. Und meistens sind es nicht diejenigen Dinge, die dich deinem erklärten Ziel näherbringen.

Welche Schritte wirst du fest in deinen Terminkalender einplanen, um dein Ziel zu erreichen?

4. Verbindlichkeit bedingt Emotionen

Mische deinen Zielen positive Emotionen bei. Wenn du dich auf das konzentrierst, was du verlieren oder verpassen könntest, schaffst du Raum für Ausreden, Ablenkungen und Aufschieben. Um deine Verbindlichkeit zu erhöhen, solltest du dich auf das Gegenteil konzentrieren. Und zwar deine Gewinne und die neuen Möglichkeiten, die das Erreichen deines Ziels mit sich bringt.

Wie fühlt es sich an, wenn du dein Ziel erreicht hast. Was wirst du anderen sagen? Wie werden deine Mitmenschen auf dich reagieren. Was wirst du sehen, wenn du dein Ziel erfolgreich umgesetzt hast?

Hast du diese Frage soeben nur überflogen, oder hast du erlaubt, die Gefühle wahrzunehmen? Du kannst diese Emotionen alleine durch deine Vorstellungskraft hervorrufen – selbst wenn dein visueller Kanal nur eine trübe Suppe oder Pechschwarz liefert, führen bereits deine Gedanken zu Emotionen. Zudem können dich inspirierende Musik sowie positive Bilder und Videos dabei unterstützen, in den gewünschten emotionalen Zustand zu gelangen.

Indem du deine Ziele mit positiven Emotionen verknüpfst, sorgst du für ein hohes Mass an Verbindlichkeit und damit die Voraussetzung für regelmässiges Handeln.

5. Prüfe, ob du auf Kurs bist

Wie weisst du, ob du auf Kurs bist? Kommen wir noch einmal zurück zum Abnehmziel. In diesem Fall könnten dir die Waage, deine körperliche Energie, dein Wohlgefühl oder die Anzahl Trainingseinheiten pro Woche wertvolle Feedbacks liefern. Mit anderen Worten geht es in erster Linie darum, deine Messparameter festzulegen.

Anhand welcher Informationen weisst du, ob du dich weiter von deinem Ziel entfernst oder näher darauf zubewegst?

Im zweiten Schritt geht es darum, dass du deinen Fortschritt evaluierst. Wenn du dir vornimmst, dreimal pro Woche ins Fitnessstudio zu gehen, um dein Figurziel zu erreichen, kannst du dich anhand dieses Schrittes beurteilen. Allzu oft überlassen viele Menschen ihren Fortschritt dem Zufall. Obwohl sie oft wochenlang nicht ins Fitnessstudio gehen, reden sie sich ein, dass sie auf Kurs sind. Die Erklärung lautet dann gerne, dass sie nächste Woche alles verändern werden. In der Tat tun das aber nur die wenigsten. Warum?

Weil sie ihren Fortschritt nicht messen. Es ist eine Sache zu wissen, dass du deine Vorgabe verpasst hast und eine vollkommen neue Liga, wenn du es schwarz auf weiss vor dir siehst. Das erste begünstigt das Schönreden und Aufschieben, das zweite weckt den Ehrgeiz in dir.

Solange du dich nicht regelmässig selber evaluierst, rennst du von den Tatsachen davon. Der damit verbundene Schmerz ist weitaus grösser, als der Aufwand und die mögliche Enttäuschung deines Abschneidens. Diese wirst du nämlich in kurzer Zeit in eine positive Erwartungshaltung umwandeln und bald den Aufwind des Fortschritts unter deinen Flügeln spüren.

Wo stehst du auf einer Messskala von 1 – 10, wenn du deinen heutigen Standpunkt beurteilst?

Weitere Artikel.

Hinterlasse deinen Kommentar oder Fragen